Die verschiedenen Ziele

Je nach Disziplin wird im Bogensport auf die verschiedensten Ziele geschossen. Üblicherweise wird entweder auf Scheiben oder auf sogenannte 3D Tiere geschossen. Auf Grund der Durchschlagskraft eines Pfeiles sind die Ziele relativ dick. Es gilt die Geschwindigkeit der Pfeile nicht zu abrupt zu verzögern, um die Pfeile zu schonen. Die folgenden Bilder zeigen ein paar Beispiele:

 

Eine kleine nicht vollständige Übersicht
Die Standardscheibe im Bogensport schlechthin. Sie besteht aus gepresstem Stroh, und hat daher ein ganz ordentliches Gewicht. Um den Verschleiß und die Kosten zu verringern sind diese Scheiben aus Schichten aufgebaut. Da Bogenscheiben sich nicht gleichmäßig abnutzen, ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Man braucht dann nämlich nicht die ganze Scheibe zu entsorgen, sondern kann die Teile der Scheibe, die noch in Ordnung sind, weiter verwenden.
Der Vorteil einer Schaumstoffscheibe besteht zum Großteil aus seinem geringen Gewicht und der Tatsache, dass sie etwas Witterungsbeständiger ist als die Stramitscheibe. Es gibt sehr viele verschiedene Modelle, so dass es relativ schwer ist, genauere Aussagen zu machen. Zum Beispiel gibt es sowohl schichtweise aufgebaute Scheiben als auch welche mit auswechselbarer ringförmiger Mitte. Man kann jedoch auch Scheiben erhalten, die aus einem Schaumstoffblock bestehen.
Eine ganz besondere Scheibe ist die von Promat. Sie ist aufgebaut aus einer Gitterstruktur von Kunstoffdrähten. Die bremsen den Pfeil soweit, dass er die Kunststofffolie auf der Rückseite nicht mehr durchschlagen kann. Als Vorteil wäre bei dieser Scheibenart zu nennen, dass der Pfeil relativ leicht zu ziehen ist und die Scheibe ein sehr niedriges Eigengewicht hat.
Vor allem im Feld&Jagd Bereich werden die sogenannten 3D Tiere eingesetzt. Anders als bei den Scheiben, auf denen erst die Auflage die Zielregionen markiert, sind diese auf 3D Tieren fest vorgegeben.

Es gibt noch eine Vielzahl weitere Materialien, aus denen Scheiben gemacht werden können. Beispielsweise habe ich auch schon Filz- und Styroporscheiben im Einsatz gesehen. Ich persönlich halte beide Materialien nicht für besonders geeignet, aber hierüber wird es sicherlich auch unterschiedliche Meinungen geben.

Am Schluss will ich noch etwas über die Auflagen, die auf die Scheiben montiert werden, sagen. Da wären z.B. die generell im Schießsportbereich bekannten Scheiben mit aufgedruckten Ringen zu erwähnen. Die Mitte der Zielscheiben ist beim Bogensport gelb und wird als Gold bezeichnet. Bei den sogenannten Fita Auflagen ist jede Farbe mit zwei Ringen vertreten und zwar von innen nach außen in der Reihenfolge Gold=10, Gold=9, Rot=8, Rot=7, Blau=6, Blau=5, Schwarz=4, Schwarz=3; Weiß=2; Weiß=1. Je nach Entfernung auf die geschossen wird sind die einzelnen Ringe mehr oder weniger breit. Bei den geringeren Entfernungen lässt man zusätzlich dazu die äußeren Ringe auch einfach weg. So fehlen der 18m Fita Auflage alle Ringe der Punktzahl kleiner als 6. Erwähnt werden sollte noch, dass der 10 - Ring noch mal unterteilt ist. Während in der Halle für die Compoundbogenschützen nur die innere Zehn als Zehn gewertet wird, entscheidet sie im Freien nur bei sonst gleichen Schußergebnissen über die bessere oder schlechtere Platzierung. Das nächste Bild zeigt eine 70m neben einer 18m Fita Auflage:

Die sogenannten Feld&Jagd Auflagen sind zwar auch in der Mitte gelb, aber danach folgen nur noch schwarze Ringe. Vor allem bei Blankbogenschützen sind Tierbildauflagen sehr beliebt. Hier sind die verschiedensten Motive erhältlich. Ziel ist es hier in die sogenannte Killzone zu treffen.